„Michael der Sachsen-Grinch“ & FKK im Landtag

Um Missverständnissen vorzubeugen: Mit „Sachsen-Grinch“ ist selbstverständlich mein grünes Häkel-Maskottchen gemeint.

Und nicht etwa unser geliebter 1. Sekretär der sächsischen Einheitspartei-Bezirksleitung, der seinen Untertanen am liebsten den „totalen Lockdown“ untern Weihnachtsbaum legen wollte…

Um meinem kleinen grünen Freund die große Welt der „Volksvertreter-Schauspieler“ zu zeigen, besuchten wir gemeinsam den Sächsischen Landtag – sehr zur Verunsicherung des dortigen Sicherheitspersonals.

Auf die Frage „Was ist denn das?“ antwortete ich wahrheitsgetreu:

„Das ist Michael der Sachsen-Grinch, welcher seinen Namensvetter treffen möchte: Unseren Landesvater, der seine Kinder streng aber ungerecht erzieht.“

„Sie wollen aber mit dem Ding nicht werfen?“, fragte eine Sicherheitsfachkraft besorgt. „Dazu wären Eier und Tomaten viel besser geeignet.“, entgegnete ich und erinnerte mich in diesem Augenblick an den DDR-Sportunterricht, wo wir Jungpioniere Weitwurfübungen mit Handgranaten-Attrappen trainierten…

Auf der obersten Reihe der Besuchertribüne Platz genommen, hieß es für mich (und dem auf meinem Schoß sitzenden Grinch): „Manege frei im Landtags-Zirkus!“

Ein besonderes Kunststück vollführte Landtags-Vizepräsidentin Luise Neuhaus-Wartenberg von der Mauerschützen-Nachfolgepartei:

Nach ihrem verspäteten Eintreffen im Plenarsaal, entkorkte die Linke mit dem Halbirokesen-Schnitt zunächst eine Getränkedose (ob Gerstenkaltschale oder Limo war aufgrund der Entfernung nicht erkennbar) und widmete sich – genüsslich schlürfend – einem Schwätzchen mit ihren kommunistischen Banknachbarn.

Darauf wartend, ob die „Rote Luise“ noch ihre Brotbüchse auspackt, erblickte ich eine ungeheuerliche virale Verantwortungslosigkeit:

Gut drei Viertel aller Abgeordneten outeten sich als Maskenmuffel – und zwar keinesfalls nur die mit AfD-Parteibuch!

Nein, egal ob CDU, SPD, Grüne oder Linke – fraktionsübergreifend zeigte die Mehrheit Gesicht, sogar auf der Regierungsbank beherzigten einige das Motto „Maskenlos durch den (Land)Tag!“

Und das, obwohl manche Politik-Clowns durch „Visagenverhüllung per Gesichtswindel“ ihre optische Attraktivität deutlich verbessern könnten…

Nachdem mich der Sicherheitsdienst zum zweiten Mal freundlich ermahnte, weil mir – aus unerfindlichen Gründen – der FFP2-Entenschnabel unter den Riechkolben rutschte, begehrte ich Auskunft, warum die meisten Damen und Herren im Parlament „oben ohne“ sind, sprich hüllenlosen „Mund-Nasen-FKK“ betreiben.

Die überraschende Antwort lautete, dass die Maskenpflicht für Abgeordnete an ihrem Platz auf Freiwilligkeit beruht…

Auf die Frage, was uns Besucher auf der Tribüne vor den politischen Aerosol-Schleudern schützt (unsichtbares Glas oder ein „Raumschiff-Enterprise“-Kraftfeld?) verzichtete ich vorsichtshalber – denn manche sind eben etwas gleicher.

In Orwells „Farm der Tiere“ waren die „Gleicheren“ übrigens die Schweine…

Ihr

Elmar Gehrke

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