(Corona)-Weihnachtsgeschichte – Teil 1

Es begab sich aber zu der Zeit, da „Kohls Mädchen“ Königin in Merkelstan war und ein Gebot von Kaiser Covidian ausging, dass alle Welt geimpft würde.

„Du bist wieder falsch abgebogen“ , schimpfte Maria vorwurfsvoll beim Anblick des Berliner Ortseingangsschildes. „Ja, weil Du die Landkarte nicht lesen kannst!“ , giftete Josef zurück.

„Wären wir bloß zu Hause geblieben, aber nein: Du musstest ja Weihnachten unbedingt zu Deinen Eltern fahren – ausgerechnet jetzt, wo ich schwanger bin!“

Um die Ehe der Beiden stand es mies. Seit Maria ihm die Story mit der unbefleckten Empfängnis aufgetischt hatte, war Zoff an der Tagesordnung.

Freunde hatten ihn vor der Heirat mit der nur halb so alten Maria gewarnt: „So ein junges Weib, da brauchst Du viele blaue Pillen…“

Aber musste sie ihn deshalb so verars??en? Von wegen, der „Heilige Geist“ wäre über sie gekommen. Jede Wette, das war der junge Alladin! Dieser elende Frauenheld reibt doch mehr als nur seine Wunderlampe!

Auf dem Beifahrersitz erkannte Maria, dass ihr Mann gereizt war:

„Schatz, wir wollen uns nicht schon wieder streiten. Lass uns ein romantisches Zimmer suchen und dann bekommst Du eine Entspannungsmassage mit Happy-End…“

Josefs Vorfreude fand einen jähen Dämpfer, als man ihm an der Hotelrezeption das Wort „Beherbungsverbot“ entgegen schleuderte.

„Ich würde Ihnen liebend gern ein Zimmer vermieten“ , flüsterte die Empfangschefin fast ängstlich. „Aber das ist streng verboten und wird hart bestraft.“

Josef wollte schon entgegnen: „Das war das Fahren mit der Straßenbahn für Juden vor 80 Jahren auch!“ , wandte sich dann aber wortlos dem Ausgang zu.

Draußen in der klirrenden Kälte dachte er kopfschüttelnd:

„Die Deutschen sind ein komisches Volk. Sie befolgen nicht nur bereitwillig die unsinnigsten und menschenverachtensten Gesetze, sondern sorgen – als Heer von Hilfspolizisten und Blockwarten – sogar fleißig für deren Durchsetzung.

Bis zum Untergang. Und wenn der Spuk dann vorbei ist, entschuldigen sie sich mit einem lapidaren „Ich habe ja nur Befehle befolgt“ .

„Wenn ich nicht so weltoffen und tolerant wäre, würde ich sagen, die Germanen haben gewaltig einen an der Waffel“ riss Maria ihn plötzlich aus seinen Gedanken. „Oder sind die alle so hässlich, dass sie vor Scham einen Stofflappen im Gesicht tragen?“

„Wahrscheinlich sind es Sklaven, die kein Gesicht zeigen dürfen.“ , mutmaßte Josef.

„Du hast doch gehört, wie die Frau im Hotel sagte, das sie nur zur Arbeit raus dürfen. Nachts herrscht Ausgangssperre. Und wenn drei Leute sich zur Skatrunde treffen, kommt die Corona-Gestapo.“

„Stimmt“ , pflichtete Maria ihrem Gatten bei, „freie Bürger würden sich niemals kampflos ihre Rechte nehmen lassen. Lass uns weiterfahren, in diesem ausgemerkelten Land soll unser Kind nicht das Licht der Welt erblicken.“

„Sie Beide, stehenbleiben! Sofort!“ , befiehlt eine herrische Stimme. Plötzlich umringen sechs martialisch aussehende Gestalten die zukünftigen Eltern des Erlösers…

(Corona)-Weihnachtsgeschichte – Teil 2

 

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4 Kommentare

  1. Herrlich auf die aktuelle Zeit übertragen und mit dem nötigen Seitenhieb versehen. CHAPEAU 👏👏👏, AUCH IHNEN HERR GEHRKE GESEGNETE UND BESINNLICHE UND CHRISTLICHE 😉WEIHNACHTEN (SOLANGE ES UNS NOCH ERLAUBT IST…)

  2. Ein gesundes Neues Jahr wünsche ich Ihnen, man kann es garnicht freundlicher ausdrücken, Ihre Worte sind der Alltag und schlagen niemand ins Gesicht. Es ist keine Hassrede, es ist Alltag in Absurdistan. Vielen vielen Dank und viel Gesundheit wünsche ich Ihnen Herr Gehrke🙋

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