Liebe Sächsische Dampfschiffahrt

aus und vorbei: Die älteste Raddampferflotte der Welt ist pleite, weil die staatliche SAB-Bank plötzlich eine – bereits bewilligte – Beihilfe verweigert!

Dabei prägen die historischen, bis zu 140 Jahre alten, Schaufelraddampfer das Dresdner Stadtbild wie Frauenkirche und Semperoper. Jährlich genießen hunderttausende Touristen aus aller Welt die entschleunigte Fahrt bis ins malerische Elbsandsteingebirge.

Als das letztjährige Niedrigwasser die „Weiße Flotte“ auch finanziell auf dem Trockenen sitzen und SOS funken ließ, versprach der Freistaat Sachsen – wenige Wochen vor der Landtagswahl – großzügig einen Rettungsanker über zwei Millionen Euro.

Doch ausgerechnet jetzt, inmitten der totalen „Corona-Umsatzflaute“ will die Regierung die dringend benötigte Finanzspritze nicht auszahlen!

Bereits im April forderte der Dresdner Grünen-Politiker Robert Schlick „die Wirtschaft jetzt mal gegen die Wand zu fahren“ und Tourismus-Unternehmen „absaufen zu lassen“. Erstaunlich, wie schnell die CDU die kreativen Ideen ihres kobold-grünen Koalitionspartners in die Tat umsetzt…
Bei einer Flotte von Oldtimerschiffen, die – ebenso wenig wie Museen, Theater, Burgen & Schlösser – niemals profitabel arbeiten kann, ist der Staat nicht nur gefordert. Er steht vielmehr in der Pflicht, das schwimmende Wahrzeichen von Elbflorenz dauerhaft zu erhalten!

Die dafür notwendigen Millionen bedürfen nur einer richtigen Umverteilung nach der Devise:

„Nationales Weltkulturerbe schützen – statt Kulturbereicherung importieren!“

Solange nicht „Käpt`n Rackete“ am Ruder steht, könnte auch die evangelische Kirche die Patenschaft für einen Elbe-Dampfer übernehmen. Oder darf „sponsored by Kirchensteuer“ nur auf Schiffen für ausschließlich maximalpigmentierte Kreuzfahrer stehen?

Ihr

Elmar Gehrke

PS: Die Dresdner SPD-Fraktion schlug bereits die Umwandlung der „Weißen Flotte“ in eine Art „schwimmende Biergärten“ vor.

Verständlich. Denn eine Parteichefin, die kürzlich ihr Coming-out als Mitglied einer Terror-Organisation hatte, ist selbst für hartgesottene Sozialdemokraten nur noch im Suff zu ertragen…

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