đź”· Liebes Dresden, đź”·

▶️ 16. Februar 2021:

Angenommen, die Welt befände sich nicht wegen des chinesischen Fledermaus-Virus im Ausnahmezustand:

Dann würden – trotz eiskalten Winterwetters – heute tausende Touristen die Dresdner Sehenswürdigkeiten bestaunen.

Ihre Blicke könnten über die Sandsteinbalustraden des Zwingers, das prächtige Residenzschloss und das kupferbedeckte Dach der Hofkirche schweifen.

Sie wĂĽrden ĂĽber Kopfsteinpflaster laufen, vorbei am Taschenbergpalais sowie durch die verwinkelten Gassen der Altstadt.

Dann weiter auf der Brühlschen Terrasse flanieren und vielleicht sogar die ersten warmen Sonnenstrahlen genießen – in einem Straßencafé der Münzgasse.

Gäste aus aller Welt würden auf dem Neumarkt stehen und das italienische Flair spüren. Mitten im pulsierenden Herzen der Stadt, die nicht von ungefähr den Beinamen „Elbflorenz“ trägt.

Sie würden dann, voller Ehrfurcht, hoch hinauf zur mächtigen Sandsteinkuppel der weltberühmten Frauenkirche blicken, deren goldenes Turmkreuz sich markant vom Himmel abhebt.

▶️ Rückblende zum 16. Februar 1945:

Die Kunst- und Kulturstadt liegt in Trümmern. Drei Angriffswellen feindlicher Bomber hinterließen nichts als verbrannte Ruinen, in deren Kellern unzählige Opfer qualvoll erstickten.

Traumatisierte Menschen irren inmitten rauchender Schuttberge umher, suchen verzweifelt nach ihren Angehörigen.

Die Frauenkirche, welche wie durch ein Wunder sämtlichen Bomben getrotzt hatte, stürzte am Vortag plötzlich mit einem dumpfen Knall zusammen.

Wer hätte in diesen dunkelsten Stunden tiefster Hoffnungslosigkeit auch nur zu träumen gewagt, dass die einstige „Perle an der Elbe“ jemals wieder zu altem Glanz auferstehen könnte?

Unsere tiefste Dankbarkeit gilt all denen, die in bitteren Nachkriegsjahren nicht resignierten.

Den zahllosen „Trümmerfrauen“ , die trotz Hunger und erlittenen Leid die schwere Arbeit ihrer, im Krieg gefallenen, Männer verrichteten.

Diesen namenlosen Helden verdankt unsere Generation nicht nur das „Wunder von Dresden“ – sondern auch ein Vermächtnis, welches dieser „Ermächtigungs-Tage“ aktueller denn je ist:

Nämlich niemals aufzugeben, egal wie hart und schwer die Zeiten auch sein mögen!

Ihr

Elmar Gehrke

PS: “ Wenn es zutreffen sollte, dass ich nicht nur weiĂź, was schlimm und hässlich, sondern auch was schön ist, so verdanke ich diese Gabe dem GlĂĽck, in Dresden aufgewachsen zu sein.“

Zitat von Erich Kästner, Kinderbuch-Autor (Emil und die Detektive)


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2 Kommentare

  1. Wie immer mit spitzer Feder treffend auf den Punkt gebracht!
    Vielen Dank für diesen Beitrag und für die noch kommenden Beiträge.

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