Lieber Alexei Nawalny, – Teil 1

das folgende, ultrageheime Geheimprotokoll entlarvt das unglaubliche Ausmaß der „Kreml-Verschwörung“ gegen Sie:

Anfang August 2020 zersplittert in Moskaus Geheimdienstzentrale „Lubjanka“, unter einem ohrenbetäubendem Schuss, krachend die Konferenzraum-Tür – welche offenbar nicht die Widerstandsklasse des Modells „Hallenser Synagoge“ besitzt.

Im verziehenden Pulverdampf erscheint, mit nacktem Oberkörper auf einem sibirischen Tiger reitend und einer abgesägten Schrotflinte im Arm, Wladimir Wladimirowitsch Putin, dessen Stimme im Raum dröhnt:

„Warum befindet sich der „Goldene Schlapphut“ (Wanderpokal für die dilettantischste Geheimdienst-Operation) noch immer in deutscher Hand?“

„Wir haben uns doch mit Skripal in London extra viel Mühe gegeben“, kommt es ängstlich unter dem Tisch hervor. „Nach sechs Jahren Haft schoben wir den Spion nach England ab, warteten dann noch weitere acht Jahre, bevor wir ihm ein extrem seltenes und tödliches Nervengift – nur fünf Kilometer von einem britischen Chemiewaffenlabor entfernt – verabreichten, von dem er sich binnen zwei Monaten erholte.“

„Ihr lausigen Amateure“, schimpft Putin. „Mit Euch Stümpern hätten wir den Großen Vaterländischen Krieg verloren und Markus Söder würde jetzt im Freistaat Russland den coronalen Krieg gegen das eigene Volk führen!“

„Den Deutschen gelang 2011 aber auch ein Husarenstück“, entschuldigt sich ein Kundschafter des Friedens. „Zwei kaltblütige NSU-Terroristen – mit zehn Morden, 15 Banküberfällen und zwei Bombenanschlägen auf dem Kerbholz – begehen wegen einer Polizeistreife Selbstmord (zünden allerdings vorher ihr Wohnmobil so gekonnt an, dass die Bekenner-DVDs den Brand unbeschadet überstehen) – das gibt´s in keinem Russenfilm!

„Außerdem“, so pflichtet ein anderer Agent bei, „gelang Uwe Mundlos die Sensation, sich mit einer Pumpgun in den Mund zu schiessen und DANACH den Schlitten der Waffe nochmals voll durchzuziehen um die zweite, am Tatort gefundene, Patrone auszuwerfen. Das schaffte nicht mal Klaus Störtebeker, der nach seiner – NICHT wegen einer Mohammed-Karrikatur erfolgten – Enthauptung noch kopflos an elf Piraten-Kameraden vorbeischritt.“

„Die Verfassungsschützer, welche die nicht vorhandene deutsche Verfassung beschützen, waren bei der NSU-Aktenvernichtung flink wie Windhunde“, ergänzt ein weiterer Ritter der Spionage-Runde. „Und nur sechs Stunden, nachdem die beiden Uwes in die ewigen Terroristen-Jagdgründe eingingen, erhielt Beate Zschäpe 18 Anrufe binnen 45 Minuten – von einem Diensthandy des sächsischen Innenministeriums…“

Der Kremlchef haut wütend mit der Faust auf den Tisch:

„Ich habe Eure Entschuldigungen satt! Ich erwarte Vorschläge, wie wir die Weltöffentlichkeit maximal gegen uns aufbringen können, damit die internationale Presse mich als Oberschurken dämonisiert! Dawai, Dawai!

„Wir könnten mal wieder einen Oligarchen ins Gulag stecken“, schlägt einer vor. „Wie damals den unschuldigen Chodorkowski, der sich selbst als „Räuberbaron“ bezeichnete und sein 15-Mrd.-Dollar-Vermögen gewiss mit ehrlicher Arbeit verdiente.“

Während plötzlich die Lichter flackern und ein eiskalter Luftzug den fensterlosen Konferenzraum durchströmt, ertönt aus dem Nichts die Grabesstimme von Stalins gefürchteten Geheimdienstchef Lawrenti Beria: „Genossen, ich habe einen mordsmäßigen Plan…“

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Die Fortsetzung lesen Sie in Teil 2 der „Kreml-Leaks“ am kommenden Samstag. Oder bereits heute EXKLUSIV auf meinem TELEGRAM-Kanal:

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2 Kommentare

  1. Respekt Respekt Herr gehrke vielen Dank für diesen klasse geschriebenen Kommentar . Freue mich schon auf den nächsten. Wünsche ein schönes Wochenende viel Feind viel ehr

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