Gasumlage: Verluste sozialisieren, Gewinne privatisieren?

Zwei – unmittelbar aufeinander folgende – Nachrichtenmeldungen der zwangsgebührenfinanzierten „Qualitätsmedien“ bewiesen kürzlich, wie Wirtschaft & Politik Hand in Hand zusammenarbeiten, weil Beide nur unser Bestes wollen: Unser Geld.

Im gleichen Atemzug zur Verkündung der „Gasumlage“, welche auch Rentnern und Familien endlich erlaubt, Solidarität mit notleidenden Energiekonzernen zu zeigen, verkünden selbige nie dagewesene Rekordgewinne:

Shell verfünffachte seinen Gewinn auf 18 Milliarden, Total steigerte den Profit um saftige 158 Prozent und RWE spricht von einem „außerordentlich guten Ergebnis“, bei dem satte 5,5 Milliarden Teuronen in der Kasse klingeln.

Verschwörungstheoretische Zungen stellen diesbezüglich die ketzerische Frage, ob diese astronomischen Renditen TROTZ oder WEGEN des Ukraine-Konflikts zustande kommen und ob es sich hier um Kriegsgewinnler handelt?

Müssten „Gasumlagen“ nicht in die andere Richtung fließen? Dass zur Abwechslung mal Konzerne – welche selbst in Krisenzeiten noch immense Überschüsse einfahren – den Gürtel enger schnallen und ihre exorbitanten Milliardengewinne mit jenen teilen, die sie erwirtschaftet haben: dem Volk?

Immerhin nominierte man die rot-grüne Buntregierung für den „Dr. Goebbels-Gedächtnispreis“:

Erst mittels Sanktionen selbst einen vorsätzlichen „Gas-Notstand“ herbeizuführen. Und dann Millionen betreut denkenden Untertanen verklickern, dass der „böse Russe“ die Schuld an eiskalten deutschen Wohnstuben samt Energiepreis-Vervielfachung trägt. Eine wahrhaft propagandistische Meisterleistung!

Liebe Verbraucher,

bevor Sie (am Ende noch öffentlich!) Ihren Unmut über den – bereits jetzt schon ums Dreifache explodierten Gaspreis – bekunden und so, laut Innenministerin Faeser, „Verachtung gegenüber der Demokratie herausbrüllen“:

Mit Ihrem „Gas-Soli“ von nur 400 Euro pro Haushalt sichern Sie Arbeitsplätze!

Beispielsweise den von Philipp Rösler, seines Zeichens Facharztausbildungs-Abbrecher und Ex-Gesundheitsminister unter der „Raute des Grauens“.

Rösler, welcher sich schon 2013 ins Ausland absetzte (Verzeihung: eine steueroptimierte Wohnsitzverlagerung in die Schweiz vornahm), ist nämlich Aufsichtsrat bei Fortum – dem Mehrheitseigentümer vom „Gasumlagen-Profiteur“ Uniper…

Ihr

Elmar Gehrke

PS: Ob „Gasumlage“ angesichts unserer – aus zwölf Jahren hervorgegangenen – 1.000-jährigen Schuld wirklich eine politisch korrekte Bezeichnung ist?

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Ein Kommentar

  1. Theoretisch gesehen müsste im Hinblick auf unsere Geschichte die Gasumlage einen anderen Namen bekommen wie wäre es mit Energiesoli oder Hilfsfond für Notleidende Energiekonzerne? Oder Umlage für einen Brennstoff der weder fest noch flüssig ist. Spass beiseite um selbstverursachte Finanzlöcher zu stopfen wurde und wird immer noch auf Teufel komm raus privatisiert. Siehe Berlin das den Landeseigenen Energieerzeuger die BEWAG an den schwedischen Energiekonzern Vattenfall verscherbelt hat. Egal ob es um die Energieversorgung oder den Bankensektor geht haben sich die sogenannten Manager verzockt wird nach der Hilfe von Vater Staat besser gesagt nach dem Geld der Steuerzahler geschrien Das die Gewinne privatisiert und die Verluste sozialisiert werden daran ändert auch nicht die Absichtserklärung sogenannte Übergewinne abzuschöpfen. Die Finanzminister freuen sich über sprudelnde besser gesagt steigende Einnahmen aber die Steuerzahler die alles finanzieren gehen leer aus. Ich schliesse mich auch dem an die Versorgung mit Energie wie Strom und Gas und mit Trinkwasser muss eine hoheitliche Aufgabe werden

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