Lina E. & die Kinder vom Bahnhof Connewitz

Liebe Lina Engel,

das skandalöse Unrechtsurteil, ergangen gegen Sie „im Namen des Volkes“ (klingt verdächtig „völkisch“, aber wenigstens nicht „deutsch“), ist ein furchtbarer Schlag in jedes gutmenschliche Gesicht!

Da engagieren sich „Lina & ihr Trupp“ ehrenamtlich in der Rechtsextremismus-Prävention, wo sie – in unzähligen Nachtschichten – hammermäßige Überzeugungsarbeit leisten, um ihre Klienten auf den einzig richtigen, also den linken, Weg zu führen.

Da beweisen junge Menschen mutige Zivilcourage, indem sie dem Aufruf von Ex-SPD-Generalsekretär Ralf Stegner („Mr. Mundwinkel-Down“, dem spezialdemokratischen „Bernd das Brot“, dessen dauermiesepetriger Gesichtsausdruck vermuten lässt, er kaue ein Stück Gammelfleisch) folgten, „Personal der Rechtspopulisten zu attackieren“.

Da übernimmt ein antifaschistisches Hilfs-SEK die aktivistische Rechtsextremismus-Bekämpfung dort, wo jahrelanges Staatsversagen linksfreie Räume zuließ – in der No-Go-Area des blaubraunen Sachsensumpfs:

In korrekter HiWi-Uniform (sprich: Polizeiwesten & Sturmhauben) und dem Ruf „Aufmachen, Polizei!“ statteten sie dem Eilenburger NPD-Politiker Paul Rzehaczek einen frühmorgendlichen Hausbesuch ab.

Lediglich zu Fünft stellten sich die „Helden von Connewitz“ dem gemeingefährlichen Rechten entgegen, der heftigen „Widerstand gegen die (Links)Staatsgewalt“ leistete, als man ihn – zum eigenen Schutz – auf dem Fußboden seiner Wohnung fixierte und per Vorschlaghammer beide Sprunggelenke zertrümmerte.

Eine wahrhaft regenbogentolerante Sternstunde unserer wehrhaften Demokratie im besten Deutschland aller Zeiten, die kein Einzelfall bleiben sollte.

Denn „Linas Eleven“ widmeten sich mindestens acht Mal aufopferungsvoll der „urbanen Entnazifizierung“, oft per gemeinschaftlicher Stimulation von Falschdenker-Kniescheiben mit kraftvoll geschwungenen Eisenstangen.

Dem Kanalarbeiter Tobias N., welcher unter dem Tragen einer Mütze litt, deren Marke sich in der rechten Szene großer Beliebtheit erfreut, spendierte die „Gesinnungs-SA“ sogar eine ambulante Therapie:

Um den 34jährigen Leipziger nachhaltig von seiner modischen Fehlorientierung zu heilen, spalteten sie ihm per „Hammer-Behandlung“ auf offener Straße den Schädel.

Wirklich beeindruckend, mit wieviel gesellschaftlichem Engagement diese tapferen Studentenleins vom Verein „Knochenbrechen gegen Rechts e.V.“ den – von der Bundesregierung ausgerufenen – „Aktionsplan gegen Rechtsextremismus“ umsetzten, worin wortwörtlich von „wehrhafter Bekämpfung mit harter Hand“ und „Zerschlagen“ die Rede ist.

Doch statt „Naesers Helfer“ – die im Rahmen einer öffentlich-privaten Partnerschaft als außerparlamentarischer Arm der Bunten ReGIERung handelten, für ihren vorbildlichen freiberuflichen Straßenkampf gegen Verfassungsfeinde mit dem Bundesverdienstkreuz zu ehren, werden sie kriminalisiert, verhaftet und wie gewöhnliche Verbrecher vor Gericht gezerrt!

Reichen die Tentakel der braunen Krake bis in höchste sächsische Justizkreise, um damit ein abschreckendes Exempel an der (blut)roten Lina zu statuieren?

Die Haftstrafe von fünf Jahren & drei Monaten für die „Nazi-Jägerin“ sei ein „Urteil der Schande“, verhängt in einem „freislerischen Schauprozess“, macht einer ihrer Brüder:innen im woken (Un)geist seinem Ärger Luft und klagt:

„Für unsere antifaschistische Friedensbewegung ist es schon schwierig genug, das selbstverpflichtende Plansoll von einer Million Euro Sachschaden pro Haftjahr zu erfüllen. Dies entspricht etwa 63 brandzubeschleunigenden Umweltsau-SUVs, was selbst unsere erfahrenen Kfz-Wettabfackler vor eine Herausforderung stellt. Aber dass uns die Leipziger Polizei unsolidarisch daran hindert, dieses lodernde Zeichen gegen Rechts zu setzen – das haut dem Molotow den Cocktail raus!“

Hoffentlich greift „Nicht-Mein“-Bundespräsident noch deeskalierend ein und begnadigt Lina Engel!

Immerhin bewies Frank-Spalter Steinmeier bereits durch seine präsidiale Werbung für „Faule-Sahne-Fischgestank“ (eine Punkband, deren Gassenhauer dazu animieren, „Bullen“ die „Köpfe einzuschlagen“), dass er zwar nicht auf der freiheitlich-demokratischen Grundordnung, dafür aber fest auf der richtigen (also linken) Seite steht.

Bitterböse Hetzer-Zungen verschwurbeln die krude Verschwörungs-Theorie, „Hammer-Lina“ müsse – nach Abzug der U-Haft und bei üblicher vorzeitiger Entlassung wegen guter Führung – gar nicht mehr zurück ins „Hotel Gitterblick“ bzw. würde dort – als Freigängerin – sowieso nur noch zum Schlafen logieren.

Diese Populisten schrecken selbst vor unerträglicher Relativierung rechtsextremer Gewalt nicht zurück und fragen heuchlerisch, ob man – im Sinne der Gleichberechtigung – jetzt auch auf Schaufenster-Schnellentglaser & Pflasterstein-Weitwerfer pädagogisch einwirken darf – per liebevoller Streichel-Therapie mit Baseballschlägern…

Diese Hassprediger ignorieren jedoch die Tatsache, dass die „Lizenz zum handfesten Überzeugen Andersdenkender“ (Motto „Beim ersten Mal tats noch weh, beim zweiten Mal umso mehr“) nur Gutmenschen erteilt wird, die den Systemkonformitäts-Nachweis als vollwertiges Mitglied der Betreutdenker-Gemeinschaft erbringen können.

Wollte Hans-Schlüter Staats, Vorsitzender des Staatssch(m)utzsenats am OLG Dresden, dies offiziell bestätigen, als er in der Urteilsbegründung ausdrücklich das „achtenswerte Motiv“ von Lina & ihren schlagkräftigen Demokratieverteidigern lobte?

Dieser politisch völlig neutrale Richter bescheinigte Lina sogar einen „Heldenstatus“ und hob – womöglich als Belohnung – kurzerhand den Haftbefehl auf, womit die „Jeanne d‘ Arc von Connewitz“ den Gerichtssaal als freie Frau verließ. Manche nennen das auch „Beihilfe zum Untertauchen“

Prompt instrumentalisierten staatsfeindliche Kreise dies, um rechtsstaatsdelegitimierende Zweifel an der Unabhängigkeit der sächsischen Justiz zu säen. Als vermeintlichen Beweis führten sie das Urteil gegen den „Moschee-Bomber“ Nino K. an, den das Landgericht Dresden für fast zehn Jahre hinter Gitter schickte, obwohl er weder Menschen verletzt oder gar getötet hatte.

Dabei verharmlosten diese braunen „Fake-News-Schleudern“ eine fürchterliche Tat – welche 2018 die bundesrepublikanischen Qualitätsmedien erschütterte – dahingehend, dass dem selbstgebastelten Silvesterböller ja „nur“ eine Moscheetür zum Opfer gefallen war!

Welches Rechtsgut wiegt anno 2023 in einem meinungs(be)frei(t)en Land, in dem wir früher gut und gerne lebten, schwerer?

  1. Die beschädigte Pforte eines Muselmanen-Tempels, dessen Besucher einen Kinderschänder als gottgesandten Propheten anbeten und ein Buch als „Heilige Schrift“ verehren, das zur Tötung von Ungläubigen (vulgo: Schon-länger-hier-Lebenden) aufruft?
  2. Die zertrümmerten Knochen von schwerstverletzten Menschen, welche die heimtückischen & hinterhältigen Angriffe nur mit sehr viel Glück überlebten, aber lebenslang unter seelischen und körperlichen Schmerzen als Folge der brutalen Überfälle leiden?

Für den „Zentralrat der lupenreinen Demokraten“ ist die Antwort einfach, denn Nazis sind ja bekanntlich keine Menschen, sondern vielmehr „lebensunwertes Leben“ und somit Freiwild.

So schwadronierte Sebastian Hotz, zwangsgebührenfinanzierter ZDF-Autor von Jan Böhmermann: „Man kann sich vor linksextremer Gewalt recht einfach schützen, indem man z.B. kein Nazi ist.“

Meinte Herr Hotz damit im Umkehrschluss, man hätte sich im 3. Reich vor der Gaskammer schützen können, indem man einfach kein Jude war? Oder vor einer Vergewaltigung durch kulturbereichernde Messerfachkräfte, indem man einfach keine Frau ist?

Und die Moral von der Geschichte:

Keiner der vermeintlichen Opfer, denen das „Rollkommando Lina E.“ eine andere politische Einstellung einhämmern wollte, war unschuldig! Denn jeder, der nicht links ist, ist ein verkappter Nazi!

Jetzt fehlt der Antifa – neben ihrem schwarz-weiß-roten Logo, den schwarzen Kapuzenpullis und Sonnenbrillen als einheitliche Uniform – nur noch eine blutrote Armbinde, um vollends in die Fußstapfen ihrer Ahnen zu treten:

Den – sich aus arbeitsscheuem Gesindel, Alkoholikern & Zuchthäuslern rekrutierenden – SA-Terrorbanden, die politisch Andersdenkende durch Überfälle, brutale Gewalt und Folter einschüchterten – mit stillschweigendem Einverständnis des Staates. Wo bleibt eigentlich ein „Röhm-Putsch“, wenn man ihn mal braucht?

Unsere Solidargemeinschaft sollte das Hammer-Talent von Lina E. & ihren ungewaschenen „Alerta Alerta Antifascista“-Schreikindern mit einer praxisorientierten Weiterbildung fördern:

Im Steinbruch. Mit einer Kette samt Eisenkugel am Bein. Für die nächsten 10 Jahre.

Ihr

Elmar Gehrke

PS: Liebe linksaktivistischen Freunde,

nachdem Euch die einzige Person in Eurer „Kiffen gegen Nazis“-Kommune, welche (noch) des Lesens mächtig ist, den Inhalt dieser Kolumne erklärte (und dabei eine Familien-Packung Snickers vertilgte, weil es mal wieder länger dauerte) wollt Ihr gewiss Eure begeisterte Dankbarkeit zum Ausdruck bringen – per nächtlichem Hausbesuch beim Autor.

Abgesehen davon, dass intellektminimierte Subjekte mit linksdralligen Wohlstandsverwahrlosungs-Hintergrund noch nicht mal den Weg aus ihrer eigenen Geschlechtsverwirrtheit, geschweige denn zu meinem trauten Heim finden:

Mein Lebensversicherungs-Vertreter Towarischtsch Makarow warnt – mit acht durchschlagenden Gründen – vor den Risiken & Nebenwirkungen einer akuten Bleivergiftung…

Obwohl:

Angesichts der Schlagzeile „Notwehr: Kolumnist erschießt Antifa-Terroristin“, dürften Millionen Bürger mit Normaldenker-Hintergrund, die – im Gegensatz zu gewissen Richtern am OLG Dresden – selbst ohne Jura-Studium ein gesundes Rechtsempfinden samt funktionierendem moralischen Kompass besitzen, auf „Gefällt mir“ klicken, oder?

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2 Kommentare

  1. Werte sind in diesem Land abgeschafft worden zumindest die Werte des normalen menschlichen Empfindens wozu auch ein gesundes Rechtsempfinden gehört! Deutschland schafft sich ab , welch Aufschrei ging durch die Medien damals und jetzt arbeitet man mit Hochdruck daran ! Sind wir noch zu retten ???!!

  2. Hurra !!! Weit ist es diesen Staat gekommen …, — Bestimmte Leute, z.B. studierte Juristen oder Clan – Mitglieder, dürfen sich über dieses Vorgehen zumindest freuen. Die Dame mit der Waage in der Hand hat sicher dieses Land bereits verlassen. Hier hilft in bestimmten Sitationen nur Herr Makarow und Kollegen. Es sei denn, man wird GEZ – Verweigerer und bekommt Schutz im Hotel Gitter und Stäbe, Abt. Tütenkleberei…, —

    Danke Elmar, für diese fundierte Aufklärung. Leider werden es die Betreffenden nicht lesen, wie bereits erkannt. Da kann nur ein 1989 vielleicht noch was retten…, —LG.

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